Venenerkrankungen

Wir gehen heute davon aus, dass es eine genetische Veranlagung zu Krampfadern gibt. Durch eine veränderte Lebensweise kann diese Disposition (Veranlagung) zu einer Venenerkrankung führen (z. B. durch Schwangerschaften, Alter oder Beruf).

In intensiven Studien (Institute in Tübingen, Edinburgh, Bonn) wurde festgestellt, dass die Venenerkrankung eine sehr häufige Erkrankung darstellt.

In der Venenstudie im Jahre 2003 aus Bonn zeigte sich, dass jeder sechste Mann und jede fünfte Frau eine chronische Veneninsuffizienz (CVE) mit unterschiedlichen Ausprägungen besaß.

Krampfadern (Synonyme: Varizen, Varikosis)

Bei Krampfadern (Varizen) handelt es sich um chronische Veränderungen des oberflächlichen Venensystems mit Ausbildung von nicht-ästhetischen Begleiterscheinungen bis hin zu funktionellen Problemen, wie Lymphödemen, Schwellungen oder Schweregefühl in den Beinen und Lipödeme.

Diagnose starke Krampfadern

 

Zu unterscheiden ist die primäre Varikosis von der sekundären Varikosis, welche durch Veränderungen im tiefen Venensystem entsteht.

Nur etwa ein Zehntel des venösen Blutes wird über das oberflächige System abgeleitet. Eingeteilt und unterschieden wird zwischen den Stammvarizen und den Seitenästen.

Zu den Stammvarizen gehören die

  • Vena Saphena Parva 
  • Vena Saphena Magna

Diese dicken Venen treten meist am deutlichsten hervor. Neben dem ästhetischen unschönen aussehen der Beine verursachen diese auch Schmerzen und Schwellungen.

Davon ausgehend liegen die

  • Seitenastvarizen
  • Perforanzvarizen.

Diese entwickeln sich durch Klappenfehler vom unteren ins obere System zu Krampfadern. Des Weiteren gibt es noch kleinere Krampfadern, die im Allgemeinen als Retikulärvarizen oder Besenreiser bezeichnet werden.

Alle Typen der Varizen können getrennt und auch gemeinsam auftreten. Meistens ist die Basis der Varizen eine Erkrankung der Stammvenen. Bei den meisten Patienten ist deshalb primär eine Behandlung dieser Ursache durchzuführen.

Weiter zu Krampfadern behandeln

Einteilung von Venenerkrankungen

Die Einteilung von Venenerkrankungen erfolgt im Allgemeinen nach Stadien der Stammvenen nach „Hach“.

venenspezialist nach sono

Vena saphena magna (VSM)

Insuffizienz der Mündungsklappen

Stadien

I

Vena saphena parva (VSP)

Insuffizienz der Mündungsklappen  

Insuffizienz der Venenklappen mit retrogradem Blutstrom bis oberhalb des Knies

II

Insuffizienz der Venenklappen mit retrogradem Blutstrom bis zur Wadenmitte
Insuffizienz der Venenklappen mit retrogradem Blutstrom bis unterhalb des Knies

III

Insuffizienz der Venenklappen mit retrogradem Blutstrom bis zur Knöchelregion
Insuffizienz der Venenklappen mit retrogradem Blutstrom bis zur Knöchelregion 

IV

 

Lipödem (Lipo-Lymphödem)

Unter einem Lipödem versteht man eine vermehrte Ansammlung an Fettzellen an bestimmten Stellen des Körpers. Diese befinden sich meistens an den Oberarmen bzw. an den Außenseiten der Oberschenkel (Reiterhosenphänomen) und sprechen kaum auf herkömmliche Methoden, wie Diäten und Sport an. An diesen Stellen treten auch vermehrt Wassereinlagerungen auf.

Deshalb sollte vor einer Behandlung zuerst das Venensystem saniert werden. Die meist durch genetische Veranlagung verursachte Ansammlung der Fettzellen kann anschließend durch Fettabsaugung (Liposuktion) entfernt werden. Wir haben auf dem Gebiet der Liposuktion seit 1995 umfangreiche Erfahrungen. Scheuen Sie sich nicht, uns daraufhin anzusprechen.

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