Varikose in der Schwangerschaft

Für viele Frauen ist es eine beunruhigende Angelegenheit wenn sich während der Schwangerschaft Krampfadern (Varizen) bilden. Allgemein durchläuft Ihr Körper eine Reihe von Veränderungen, welche Varizen an den Seitenästen Ihrer Venen begünstigen.

Je nach persönlicher Disposition zeigen sich Symptome wie:

  • Schwere Beine haben
  • Wasser in den Beinen (Ödeme)
  • Varizen im Unterschenkel oder Oberschenkel

Vor allen Oberschenkel und Unterschenkel sind sehr häufig betroffen, wo dann Venen (auch Adern) heraus stehen und den typischen Schlangenverlauf bilden.

Bei einigen Patienten kommen Krampfadern auch im Genitalbereich vor – also an den Schamlippen (äußere und innere).

Insgesamt gibt es eine Lösung, denn Seitenäste kann man mit einer leichten Therapie entfernen, der Sklerotherapie.

Gründe & Ursachen

Während der Schwangerschaft kommt es zu hormonellen Veränderungen, Gestagene sind hier erhöht und mit ein Grund. Obgleich die Hormone günstig für die „werdende Mutter“ sind haben diese auch die Nebenwirkung das Bindegewebe weich machen zu machen.

Dadurch haben die Venen nicht mehr die Spannkraft.

Der Hintergrund ist vor allem anatomisch zu sehen: Während der Schwangerschaft vergrößert sich die Gebärmutter und wird schwerer.

Dadurch kommt es zu einem „Abdrücken“ des venösen Rückflusses vom Blut aus den Beinen in den Bauchraum. Dort verstärkt sich der Druck auf den venösen Rückstrom in der Leiste und wiederum auf die unteren Gliedmaßen.

Die Venen bzw. die Venenklappen werden durch den hohen Druck überlastet und werden insuffiuzient.

Im Allgemeinen und sehr häufig geht das äußere Bild nach der Entbindung wieder zurück.

Bei ca. 30 Prozent bleiben aber sichtbare Krampfadern an den Beinen und im Genitalbereich.

Hier sollte Sie eine intensive Untersuchung mit Ultraschalldoppler durchzuführen, um die Ursachen herauszufinden für die Krampfadern.

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Bild: Stadium mit kleinen Verästelungen.

Behandlung

Während der Schwangerschaft empfiehlt sich die Kompressionstherapie mittels sogenannte Kompressionsstrümpfe. Hier jedoch nur sinnvoll mit maßgefertigten Strümpfen (Kompressionsgrad II). Das Prinzip dieser konservativen Therapie ist die Entlastung Ihrer Venen durch den Gegendruck, den die Kompressionsstrümpfe ausüben.

Nach der Schwangerschaft empfiehlt sich eine intensive Untersuchung, behandelt sollte am besten vor der nächsten Schwangerschaft.

Sofern die Venen nicht intakt sind, sollten diese sofort saniert werden.

Zwei unterschiedliche Methoden

Es bieten sich 2 Verfahren an, die wir auf unseren Seiten hier detailliert erläutern.

Das bisherige konservative Verfahren mit einer Reihe von Nachteilen wie Narbenbildung, Blutergüsse, Krankenhausaufenthalt, Stützstrümpfe
Dies sind Verfahren, wie bei einem Herzkatheter vom Unterschenkel in die Vene wo man wie eine Blutabnahme und den Katheter bis in die Leiste schiebt und dort die zerstörten Klappen und Venen von innen therapiert. Vorteile sind hier: ambulant, keine Stützstrümpfe, keine Narben, schnelle Heilung, kein Krankenhausaufenthalt.

Fazit

Dr. Frönicke ist Facharzt für Gynäkologie und Venenarzt sein einigen Jahren. Die Symptome von Krampfadern in der Schwangerschaft haben viele Frauen. Nach der Schwangerschaft lassen dies nach. Sie können selber vorbeugen durch das tragen angepasster Kompressionsstrümpfe.

Bidlen sich die Varizen nach der nicht zurück können sie diese minimal-invasiv mit der Sklerotherapie entfernen lassen. Am besten vor einer zweiten Schwangerschaft  – sofern geplant.

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